Weihnachtsmarkt für einen guten Zweck
27.12.2023
27.12.2023
Der Weihnachtsmarkt des NÖ Pflege- und Betreuungszentrums (PBZ) Retz war ein voller Erfolg und die Einnahmen kommen einem guten Zweck zugute.
Auf dem Areal des PBZ Retz fand am 15. Dezember direkt vor dem Haus ein Weihnachtsmarkt statt.
Angeboten wurden handgefertigte Waren von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Es wurden weihnachtliche Dekoration, Präsente für den Jahreswechsel sowie Kulinarisches angeboten. Ofenkartoffel, gebackene Mäuse und Mehlspeisen fanden neben Glühwein und Punsch großen Anklang.
Die Veranstaltung wurde von einem Bläserquartett der Musikschule Retz und im Anschluss von einer Bläsergruppe der Musikkapelle Weitersfeld musikalisch stimmungsvoll begleitet. Die Beleuchtung und die Dekoration des Marktes unterstrichen die Stimmung. Die Bewohnerinnen und Bewohnern konnten die Marktstände barrierefrei besuchen. Begleitet wurden sie von ihren Angehörigen oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Ehrenamtlichen des PBZ Retz.
Der Weihnachtsmarkt war ein Erlebnis für alle Sinne durch Musik, Kulinarik und weihnachtliche Düfte. In diesem Ambiente entstanden Gespräche zwischen allen Beteiligten und die Bewohnerinnen und Bewohner erlebten schöne, gemeinsame Stunden in vorweihnachtlicher Stimmung.
Auch einige Bürgermeister der Umgebung waren zu Gast und genossen das Angebot.
Die Einnahmen des Weihnachtsmarktes kommen einem guten Zweck zugute. Sie werden in Abstimmung der Hausleitung mit dem Betriebsrat des PBZ Retz einer Kollegin zur Verfügung gestellt, deren Kind leider schwer erkrankt ist.

Küchenleiter Andreas Wagner präsentierte ein „Gulasch“ mit Beilagen, das sowohl optisch als auch geschmacklich nichts zu wünschen übrigließ – vlnr.: Andreas Wagner; Bewohnerin Augustine Kraus; interim. Pflegedirektorin Astrid Günes; Kaufmännischer Direktor Horst Winkler MBA
Im NÖ Pflege- und Betreuungszentrum (PBZ) wird Brei-Kost auch für das Auge serviert. Brei-Kost hat oft ein Imageproblem. Was medizinisch notwendig ist – etwa bei Kau- oder Schluckbeschwerden – wird schnell mit Verzicht, Monotonie und wenig Genuss verbunden. Doch im PBZ Retz wird gezeigt, dass die sogenannte Brei-Kost mehr kann. Sie wird liebevoll angerichtet, damit nicht nur den Appetit, sondern auch die Lebensqualität zu steigern.
Der Ansatz ist so einfach wie wirkungsvoll: Statt Speisen einfach zu pürieren und formlos auf dem Teller zu servieren, wird die gleiche Mahlzeit wie bei „normaler“ Kost optisch nachgebildet. Karottenpüree wird in Form gebracht, Fleisch wird fein passiert und anschließend mithilfe von Silikonformen oder speziellen Techniken wieder in seine ursprüngliche Gestalt zurückgeführt. Das Ergebnis: Ein Teller, der aussieht wie ein klassisches Gericht – nur eben in weicher, leicht schluckbarer Konsistenz.
„Das Auge isst mit“. Denn es zeigen auch Studien, dass ansprechend angerichtete Speisen die Nahrungsaufnahme verbessern können. Gerade ältere Menschen oder Bewohnerinnen und Bewohner mit neurologischen Erkrankungen profitieren davon. Sie essen mehr, haben weniger Angst vor dem Schlucken und erleben Mahlzeiten wieder als etwas Positives.
Ein weiterer Vorteil ist, dass die Speisen identisch mit der „Nicht-Brei-Kost“ bleiben. Das bedeutet, dass alle am Tisch dasselbe essen, nur in unterschiedlicher Konsistenz. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl und verhindert das Gefühl des „Andersseins“, das viele Betroffene empfinden. Für die Umsetzung war es erforderlich, das Küchenpersonal zu schulen, da die Zubereitung Zeit und Kreativität benötigt, mitunter würden auch spezielle Hilfsmittel verwendet, wie Küchenleiter Andreas Wagner zum Ausdruck bringt. Das Küchenteam im PBZ Retz ist mit Eifer dabei, neue Kreationen zu entwickeln. „Die Investition lohnt sich, nicht nur gesundheitlich, sondern auch emotional“, berichtet interimistische Pflegedirektorin Astrid Günes.